{"id":1035,"date":"2011-06-19T16:56:10","date_gmt":"2011-06-19T15:56:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.philz.de\/?p=1035"},"modified":"2011-06-19T16:56:10","modified_gmt":"2011-06-19T15:56:10","slug":"datenschutz-und-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phil.tannich.de\/?p=1035","title":{"rendered":"Datenschutz und so"},"content":{"rendered":"<p>Der ein oder andere hat sicher letztens in der neuen ZDF Zoom Sendung den Beitrag zu &#8222;Hilfe, ich bin nackt&#8220; gesehen. Ich w\u00fcrde euch ja gerne den Link dazu zeigen, aber ihr wisst ja, \u00f6ffentlich-rechtlich und so, also nur sieben Tage im Internet zu sehen. Daher verweise ich lieber auf den Podcast-Channel, z.B. bei iTunes. Einfach nach ZDF Zoom suchen und ihr k\u00f6nnt euch den fast 30 Minuten langen Beitrag anschauen.<\/p>\n<p>Zusammengefasst: In dem Beitrag geht es darum, wie freiz\u00fcgig wir uns im Internet bewegen. Angefangen bei Facebook. 20 Millionen deutsche User gibt es mitlerweile, also jeder vierte im Bunde ist angemeldet. Ob er nun aktiv oder passiv das virtuelle Leben betreibt, sei dahingestellt. Wichtig war es der Redakteurin zu zeigen, wie die User mit ihrer Privatsph\u00e4re umgehen. Bilder der letzten Party sind keine Seltenheit mehr. Betrunkene Menschen geh\u00f6ren demnach der Tagesordnung an. Doch was kann man mit legalen Mitteln alles mit nur einem Namen herausfinden?<\/p>\n<p>Als Versuchsperson durchleuchteten sie einen neuen Facebookfreund von Sabrina Hermsen. Thomas Praus war dann auch schon schnell ausfindig gemacht. Selbst brachte er am gleichen Tag, au\u00dferhalb der Sendung, noch <a href=\"http:\/\/www.stylewalker.net\/2011\/06\/15\/ich-bins-der-nutzer\/\" target=\"_blank\">einen Blogartikel online<\/a>, in dem er das Thema nochmal ansprach; aus seiner Sichtweise.<br \/>\nHendrick Speck, der digitale Profiler, durchleuchtete nun die Testperson und stellte alle Informationen, die er herausfinden konnte, offline, wie in einem Kriminalfall, mit Karten und ausgedruckten Bildern, an einer Wand dar. Von Thomas Adresse, die eben jeder Betreiber einer Internetseite angeben muss (auch ich) \u00fcber seine Hobbies, sein genaues Geburtsdatum bis hin zu Bildern seiner Eltern; alles im Internet legal abrufbar.<\/p>\n<p>Gegen Ende der Sendung wurde er dann auch informiert, was alles \u00fcber ihn gefunden wurde. Ich fande es echt positiv, wie er damit umging. Kein &#8222;Oh, wo habt ihr das alles her?&#8220;, sondern &#8222;Ja, das wei\u00df ich, das habe ich alles online gestellt!&#8220;. Als Internetnutzer, und das brachte Sascha Lobo mal sehr genau auf den Punkt, muss man sich dessen bewusst sein, alles was man hochl\u00e4dt, sei es eine Textnachricht oder ein Bild, sollte so formuliert sein, dass es auch auf der Titelseite einer Tageszeitung gedruckt stehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal einen Beitrag \u00fcber Datenschutz geschrieben. Und auch heute appelliere ich wieder: Wer &#8222;dabei&#8220; sein m\u00f6chte, aber Angst um seine Daten hat, der kann sich das Ganze auch erst einmal mit einem Testaccount anschauen. Eine neue E-Mailadresse bekommt man \u00fcberall und auch kostenlos. Hat man sich dann mit allen Datenschutzeinstellungen ausgiebig besch\u00e4ftigt, kann man sich erneut anmelden, oder man stellt den Testzugang als vollwertigen Account um. Des Weiteren gibt es auch schon viele Tipps im Internet, wie man sich am besten vor der eigenen Entbl\u00f6\u00dfung sch\u00fctzen kann. Die Suchmaschine deines Vertrauens hilft dir da sicher weiter!<\/p>\n<p>Als gro\u00dfes Problem sehe ich aber noch in der j\u00fcngeren Generation an. Wie fr\u00fcher z.B. mit Markenklamotten, geh\u00f6rt man heute nicht zur Gruppe, wenn kein bestimmter Account in einem Social Network vorhanden ist. Terminabsprachen, Treffen, Diskussionen, alles wird meist nur noch online abgesprochen.<br \/>\nUm aber auf das eigentliche Problem zur\u00fcck zu kommen: Setzt mal einen 13 j\u00e4hrigen vor die Datenschutzeinstellungen von Facebook und sagt ihm, er soll binnen einer Stunde sein Profil so abschotten, dass die Informationen nur seine Freunde sehen k\u00f6nnen, alle anderen Besucher aber nicht. Man wird h\u00f6chstwahrscheinlich mit gro\u00dfen fragenden Augen angeschaut. Auch wenn seitens Facebook schon vieles einfacher wurde, f\u00fcr die Neuank\u00f6mmlinge ist es trotzdem noch viel zu viel und zu missverst\u00e4ndlich! Und dann kommt noch hinzu: Wer m\u00f6chte sich schon im Datenschutzdschungel rumdr\u00fccken, wenn es auf der Startseite so viel Neues zu entdecken gibt, Freundschaftsantr\u00e4ge best\u00e4tigt und die neuen Bilder noch schnell online gestellt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wer aber auf Nummer sicher gehen m\u00f6chte und wissen will, was man \u00fcber einen im Internet finden k\u00f6nnte; nichts leichter als das: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Egosurfing\" target=\"_blank\">Egosurfing<\/a>. Den eigenen Name in einer Suchmaschine eingeben und die Resultate durchforsten. Wem Google zu viel ausspuckt, ist vielleicht mit 123People oder Yasni besser beraten.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend noch ein Zitat von Lutz Zacharias vom Standesamt K\u00f6ln: &#8222;Das Internet ist ein rechtsfreier Raum &#8211; das wei\u00df auch jeder, der mit dem Internet zu tun hat!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ein oder andere hat sicher letztens in der neuen ZDF Zoom Sendung den Beitrag zu &#8222;Hilfe, ich bin nackt&#8220; gesehen. Ich w\u00fcrde euch ja gerne den Link dazu zeigen, aber ihr wisst ja, \u00f6ffentlich-rechtlich und so, also nur sieben Tage im Internet zu sehen. 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