{"id":91,"date":"2010-03-26T14:16:25","date_gmt":"2010-03-26T13:16:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philipp-zaiser.de\/?p=91"},"modified":"2010-03-26T14:16:25","modified_gmt":"2010-03-26T13:16:25","slug":"hat-das-internet-unser-leben-verandert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phil.tannich.de\/?p=91","title":{"rendered":"Hat das Internet unser Leben ver\u00e4ndert?"},"content":{"rendered":"<p>Man m\u00f6ge nur durch die Stra\u00dfen laufen, lauter (noch)  Kinder mit ihren Handys in der Hand. Das Argument, dass sie f\u00fcr ihre  Eltern doch immer erreichbar sein wollen ist l\u00e4ngst nicht mehr korrekt,  sie wollen viel lieber f\u00fcr ihre Freunde rund um die Uhr verf\u00fcgbar sein.  Sei es in der Schule, bei den Hausaufgaben, drau\u00dfen mit anderen Freunden  unterwegs oder auch Nachts!<\/p>\n<p>Heutzutage k\u00f6nnen die Handys auch noch viel mehr als vor ein paar  Jahren. Holt man sich nun ein Handy bist du auch schon gleich mit dem  Internet verbunden. T-Mobile z.B. hat das erkannt und bietet eine extra  Flatrate f\u00fcr seine Kunden an um auf die Portale der VZ-Netzwerken (fast)  kostenlos, daf\u00fcr rund um die Uhr, zugreifen zu k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p>Die \u201eDigital Natives\u201c, wie es nun im Fachjargon hei\u00dft, also, Jugendliche  und Heranwachsende, die schon von Kindes an mit dem Internet und den  daf\u00fcr vorgesehenen Medien in Ber\u00fchrung stehen, kennen keinen anderen  Umgang mehr. Man will\/soll\/muss immer f\u00fcr die anderen Freunde zur  Verf\u00fcgung stehen, w\u00e4re ja bl\u00f6d, wenn man etwas wichtiges verpasst und  erst Stunden sp\u00e4ter davon Wind bekommt. \u201eUp-to-Date\u201c ist das, was  vorausgesetzt wird.<\/p>\n<p>Wie schon im Beitrag \u201eDas Facebook-Ich\u201c (auf www.neon.de) geschrieben steht, verhalten  sich die Jugendlichen dadurch auch ganz anders. Der einst sch\u00fcchterne  Stubenhocker wird zum Draufg\u00e4nger; jeder schreibt nur das, wof\u00fcr er auch  von den anderen respektiert und akzeptiert wird. Die Mutproben, wie sie  fr\u00fcher \u00f6fters durchgef\u00fchrt wurden, um in eine Clique zu passen, gibt es  in diesem Sinne nicht mehr. Es werden die Statusmeldungen und die  eingetretenen Gruppen angeschaut und danach beurteilt ob diese Person  dazu passt oder nicht.<\/p>\n<p>Auch nicht selten sind Chat-Gespr\u00e4che. Hier kann die Person hinter dem  Monitor sich ausgeben, als welche sie sein will. In erster Linie juckt  es keinen anderen Chat Teilnehmer ob die Person auch so ist, es reicht,  wenn sie im Gespr\u00e4ch lustig und charmant r\u00fcber kommt.<\/p>\n<p>3sat neues hat in einer Spezialsendung \u00fcber die Digital Natives mehrere  Jugendliche interviewt. Ich finde es erstaunlich, noch nicht einmal ganz  daheim, schon wird der Rechner gestartet um die lange Ladezeit zu  \u00fcberbr\u00fccken um dann auch gleich ins Geschehen eintauchen zu k\u00f6nnen. Ein  anderer meint, fr\u00fcher hat man sich halt mal so getroffen, heute wird  alles online publiziert und jeder der Lust und Laune hat wird dabei  sein.<\/p>\n<p>Jetzt noch mal zur\u00fcck in die Vergangenheit, hat es damals nicht auch  immer geklappt mit dem sich verabreden, wann und wo man hin geht? Damals  war man zwar nicht so spontan wie es heute m\u00f6glich ist, aber war einer  dann halt mal nicht dabei, dann war das auch kein Problem. Heutzutage  kann man sich dann bei Facebook anh\u00f6ren, \u201ewo warst du denn gestern  Nacht, hat echt voll Spa\u00df gemacht, haben die und die getroffen, hast  echt gefehlt!\u201c.<\/p>\n<p>Aber nicht durch Communitys ist es anders\/einfacher geworden, auch z.B.  das iPhone, mit seinen unz\u00e4hligen (sinnvoll oder nicht) Apps bietet eine  gro\u00dfe Anzahl an Anwendungen an um einem das Leben leichter gestalten zu  lassen. Von einem Einkaufszettel, der durch einscannen des Strichcodes  generiert werden kann, bis hin zu Programmen, die dir das n\u00e4chste Lokal,  mit Bewertungen, anzeigen lassen, gibt es tausende solcher Apps. Sei es  auch nur um mal kurz in den unterschiedlichen Communitys vorbei zu  schauen oder sich per ICQ zu unterhalten. Das Internet ist voll von  solchen Tools, kostenlos oder kostenpflichtig.<\/p>\n<p>Auf meinem iPhone habe ich auch die diversesten Apps installiert, aber  im Vergleich zu anderen Usern k\u00f6nnte man meinen, ich habe das Handy erst  seit ein paar Tagen, da sind ja gar nicht so viele Programme  installiert! Aber brauch ein Mensch auch so viele? Wenn ich einkaufen  gehe, dann schreib ich mir von Hand einen Zettel, die Tastatur ist zwar  leicht zu benutzen, aber mit der Hand am Arm ist man doch schneller.  Pers\u00f6nlich komm ich mir dann auch irgendwie peinlich vor, mit einer  elektronischen Einkaufsliste durch den Laden zu gehen, Strichcodes zu  scannen, ob das auch das richtige Produkt ist oder doch das daneben.  Ebenso das Handy oder den Computer als eBook-Reader zu verwenden. Ich  finde es immer noch angenehmer, auch f\u00fcr die Augen, ein richtiges Buch  in die Hand zu nehmen und darin zu lesen.<br \/>\nOK, ein Leben ohne die ganzen M\u00f6glichkeiten w\u00e4re jetzt f\u00fcr mich nicht  mehr so leicht vorstellbar, ich bin ja selbst damit aufgewachsen und  geh\u00f6re zu den Digital Natives, machbar w\u00e4re es sicherlich. Die  Nachrichten bekommt man entweder in der Tageszeitung oder im Fernsehen.  E-Mails kann man auch ausdrucken und per Post schicken und telefonieren,  dazu ist doch immer noch das gute alte Telefon zust\u00e4ndig!<\/p>\n<p>Ich bin  mal gespannt, was uns in den n\u00e4chsten Jahren noch so alles erwarten  wird. Brauchen wir dann noch einen Computer oder k\u00f6nnen wir das alles  schon mit unserem Handy l\u00f6sen? M\u00fcssen wir uns dann noch Fahrkarten  kaufen oder k\u00f6nnen wir auch das bequem mit dem Handy kaufen? Wie  identifizieren wir uns, ist im Handy dann ein RFID-Chip eingebaut, der  alles \u00fcber uns wei\u00df? M\u00fcssen wir noch zum Arzt gehen oder sieht er an  Hand unserer Gesundheitsakte im Internet, was auf uns zukommt?<\/p>\n<p>Fragen \u00fcber Fragen, bei den meisten hofft man, dass sie nie gekl\u00e4rt  werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man m\u00f6ge nur durch die Stra\u00dfen laufen, lauter (noch) Kinder mit ihren Handys in der Hand. Das Argument, dass sie f\u00fcr ihre Eltern doch immer erreichbar sein wollen ist l\u00e4ngst nicht mehr korrekt, sie wollen viel lieber f\u00fcr ihre Freunde rund um die Uhr verf\u00fcgbar sein. 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