{"id":922,"date":"2011-02-02T20:05:20","date_gmt":"2011-02-02T19:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.philz.de\/?p=922"},"modified":"2011-02-02T20:05:20","modified_gmt":"2011-02-02T19:05:20","slug":"elternzeit-und-frauenquote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phil.tannich.de\/?p=922","title":{"rendered":"Elternzeit und Frauenquote"},"content":{"rendered":"<p>Sie haben das Potential und doch sind nur 3,2% der F\u00fchrungspositionen in den 100 gr\u00f6\u00dften deutschen Unternehmen von Frauen besetzt. Jetzt soll die Frauenquote &#8222;Abhilfe&#8220; schaffen. Der Ansatz ist ein 30-prozentiger Frauenanteil am Vorstand. Es sind allerdings gewisse Nachteile bei diesem Vorhaben zu beachten.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es die, wie ich sie jetzt einmal salopp nenne, Geschlechtertrennung. Frauen blieben nach der Schule, wobei sie zumeist kein Gymnasium besuchen durften, zuhause, um sich um die Familie und den Haushalt zu k\u00fcmmern. Der Mann ging arbeiten und brachte das Geld nach Hause. Doch das hat sich nun ge\u00e4ndert. Immer mehr qualifizierte Frauen machen das Abitur und gehen studieren, bleiben dann aber auf einer ihrer Qualifikation nicht entsprechenden Stelle &#8222;sitzen&#8220;. Der ein oder andere Mann wird nun sagen: selbst Schuld. H\u00e4tte sie sich nur mehr um ihren beruflichen Aufstieg gek\u00fcmmert, w\u00e4re sie nun auch weiter oben. Leider, und das best\u00e4tigt auch Bascha Mika, ehemalige Chefredakteurin der &#8222;taz&#8220;, liegt Mann mit dieser Ansicht bei einigen wenigen Frauen richtig. Sie meint, die sogenannten &#8222;Latte-macchiato-M\u00fctter&#8220; nutzen die M\u00f6glichkeit der Teilzeitarbeit, um nicht so viel arbeiten zu m\u00fcssen. Dass das aber nur auf einen Bruchteil der Frauen zutrifft, ist selbstverst\u00e4ndlich! Daher finde ich es ermutigend, dass schon 51 % der Hochschulabsolventen weiblich sind und w\u00fcrde es auch begr\u00fc\u00dfen, dass sie ihre Leistung und Qualifikation im Beruf zeigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Sehr geehrte Quotenfrau&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4re ich eine Frau, h\u00e4tte ich etwas dagegen, als &#8222;Quotenfrau&#8220; bezeichnet zu werden. Ich st\u00f6re mich an diesem Begriff, weil er mir abf\u00e4llig erscheint. Denn ich finde es nicht sinnvoll, dass unter Zwang pauschal ausgewogene Geschlechterverh\u00e4ltnisse hergestellt werden sollen. Es erscheint mir, wenn ich versuche, mich in eine Frau hineinzuversetzen, viel einleuchtender, lieber etwas l\u00e4nger f\u00fcr das Erklimmen der Karriereleiter zu brauchen, dies aber aus eigener Kraft zu schaffen, als &#8222;einfach nur wegen der Quote&#8220; im Vorstand zu landen.<\/p>\n<p><strong>Elternzeit f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach er\u00fcbrigt die neue Elternzeit, die es auch V\u00e4tern erm\u00f6glicht, in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder, die Erziehungs- und Haushaltsaufgaben zu \u00fcbernehmen, zu einem gewissen Grad die Frauenquote. Denn dadurch k\u00f6nnen Frauen wieder fr\u00fcher ihren Beruf aus\u00fcben und werden nicht mehr in die Rolle der Hausfrau und Mutter gezw\u00e4ngt. Durch diese Erleichterung der famili\u00e4ren Aufgabenteilung k\u00f6nnen Frauen sich aus eigenem Antrieb f\u00fcr ihre Karriere einsetzen. Dadurch wird ein zwanghafter Frauenanteil in Vorst\u00e4nden \u00fcberfl\u00fcssig und diejenigen Frauen, die dann F\u00fchrungspositionen bekleiden, sind im Gegensatz zu den oft bel\u00e4chelten &#8222;Quotenfrauen&#8220; auch wirklich anerkannt.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Kommt nun die Frauenquote oder nicht? Ich bin gespannt. Susanne Beyer und Claudia Voigt vom Spiegel haben zumindest nichts gegen den Titel &#8222;Quotenfrau&#8220;, wie sie im Artikel zum Titelthema des Spiegel#5 &#8222;Warum Deutschland die Frauenquote braucht&#8220; schreiben.<br \/>\nIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass sich mehr M\u00e4nner f\u00fcr die Erziehung ihrer Kinder interessieren und sich die Zeit nehmen, die ihnen zusteht, um auch ihren Frauen &#8211; ohne die Quoten-Kr\u00fccke &#8211; eine Karriere zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<blockquote><p>Frauen geh\u00f6ren in die Chefetage wie die Sahne auf den Kuchen:<br \/>\nGleichberechtigung &#8211; Ja! Aber bitte durchdacht und nicht, &#8222;dass da halt auch jemand Weibliches dabei ist&#8220;!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Was haltet ihr von der Frauenquote?<\/strong><br \/>\nBitte die Antwort und euer Geschlecht ausw\u00e4hlen und auf Abstimmen klicken. Gern gesehen sind auch Kommentare.<\/p>\n<p>[poll id=&#8220;8&#8243;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie haben das Potential und doch sind nur 3,2% der F\u00fchrungspositionen in den 100 gr\u00f6\u00dften deutschen Unternehmen von Frauen besetzt. Jetzt soll die Frauenquote &#8222;Abhilfe&#8220; schaffen. Der Ansatz ist ein 30-prozentiger Frauenanteil am Vorstand. Es sind allerdings gewisse Nachteile bei diesem Vorhaben zu beachten. 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