Nein, ich prokrastiniere nicht!

20. Juli 2010

… oder etwa doch?!

Dem ein oder anderen wird der Begriff „Prokrastination“, bzw. „prokrastinieren“ nicht viel sagen. Es ist „nur“ das Fachwort vom bekannten „Aufschieben“. Hier der ganze Wikipediaartikel.

Prokrastinierer sind also Menschen, die eine Aufgabe vor sich haben aber keinen Funken Selbstdisziplin besitzen, diese zu erledigen. Sei es auch nur das Öffnen von Briefen oder das Zurückbringen von schon lang überfälligen Büchern einer Bibliothek.

Sascha Lobo und Kathrin Passig, die sich selber als Prokrastinierer bezeichnen nutzten diese Gelegenheit und schrieben ein Buch darüber mit dem Titel: „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin„. Mit eigenen Anekdoten aus dem Leben schmücken sie das Buch, ebenso mit Alltäglichem von anderen Aufschiebern die ihre, nennen wir es mal Eigenschaft, in Worte fassen.

Auf den 279 (zweihunderneunundsiebzig) Seiten wird über das Leben als Prokrastinierer geschrieben. Verhaltensweißen, Erkennungsmerkmale und Tipps zum erfolgreichen Ignorieren.

Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, zähle ich auch zu den Aufschiebern oder Arbeite ich zielgerecht und mit Engagement. Kurz gesagt, das Pegel wandert von der einen zur anderen Seite. Hin und her und hin und her. Jeh mehr ich darüber nachdenke fällt mir zu jedem Bereich etwas ein. Pünktlichkeit ist für mich kein Thema aber ich lass auch gerne mal eine Aufgabe mehrere Tage liegen und, wie im Buch auch genannt, Prokrastnierer arbeiten besser mit strikten Deadlines! Wenn ich weiß, dass ich noch ein paar Wochen für eine Aufgabe Zeit habe und ich da wahrscheinlich eh nicht so viel Handlungsbedarf sehe, dann lasse ich die Aufgabe auch mal ruhen, trotzdem mit dem Hintergedanke, da war doch noch etwas! Ein weiteres Manko, ich lass mich zu leicht von meiner Arbeit ablenken. Wie z.B. gerade eben. Jetzt sitze ich an dem Artikel dran (ich konnte mich immerhin aufraffen ihn zu schreiben) und prompt sehe ich, „ah, da hat sich ja was in meinen Social Networks getan, gleich mal nachschauen!“.

Dinge aufschieben und trotzdem ein gewisses Maß an Selbstdisziplin würde ich das jetzt mal nennen.

Mein Fazit: Ich hatte richtig Spaß am Lesen und kann das Buch nur jedem empfehlen! Ja, jedem. Einerseits denen, die gerne ihre Aufgaben aufschieben aber auch denen, die alles immer zeitnah und (fast) perfekt machen. Im Buch wird auch schön für die Nicht-Prokrastinierer beschrieben, wie sich das „Leben“ als solcher anfühlt und wie man damit umgeht oder auch demjenigen helfen und ihn unterstützen kann.
Ich fand es sogar so gut, dass ich jetzt eine extra Kategorie in meinem Blog angelegt habe in der ich nun immer mal wieder über ein Buch berichte.

Und nun noch der Link zu Amazon. Das Buch kostet 8,95 Euro, kostet keine Versandkosten und kann aber auch „normal“ in jedem Buchhandel bestellt werden, wenn es nicht schon dort auf Vorrat aus liegt!

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